Das französische Sozialversicherungssystem Sätze und Obergrenzen der Sozial- und Arbeitslosenversicherungsabgaben

Stand: 1. 1. 2016
RISIKO ARBEITNEHMERANTEIL ARBEITGEBERANTEIL
Monatliche Obergrenze Satz Monatliche Obergrenze Satz
Sozialversicherung:        
Krankheit, Mutterschaft, Invalidität, Tod, Pflege vom gesamten Entgelt 0,75% vom gesamtes Entgelt 13,14%
*davon 0,3% Pflegeanteil
Alter 3.218 € 6,90% 3.170 € 8,55%
Alter vom gesamten Entgelt 0,35% vom gesamten Entgelt 1,85%
Arbeitsunfälle - - vom gesamten Entgelt je nach Risiko
und Grösse des Unternehmens
Familienbeihilfen 6 - - vom gesamten Entgelt 5,25% oder 3,45%
Allgemeiner Sozialbeitrag
(CSG) 1
vom gesamten Entgelt minus 1,75% 7,5% - -
CRDS 1 vom gesamten Entgelt minus 1,75% 0,5% - -
Arbeitslosigkeit2
AGS3
  2,40%
-
12.872 €
12.872 €
4 %
0,25%
Zusatzrenten
Versicherte
4








(außer leitenden Angestellten-ARRCO)        
Gruppe 1
3.218 € 3,10%
3.218 € 4,65%
Gruppe 2 zwischen 3.218 und 9.654 € 8,10% zwischen 3.218 und 9.654 € 12,15%
Leitende Angestellte
       
Gruppe A (ARRCO)
3.218 € 3,10%
3.2180 € 4,65%
Gruppe B - C (AGIRC) 5 zwischen 3.218 und 25.744 € 7,80% zwischen 3.218 und 25.744 € 12,75%
  1. Personen, die im französischen Sozialversicherungssystem versicherungspflichtig sind, aber ihren Steuersitz nicht in Frankreich haben, zahlen den Allgemeiner Sozialbeitrag (CSG) und den Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden (CRDS) nicht.
    Stattdessen erhöht sich der Arbeitnehmeranteil ihrer Krankenversicherung auf 5,5 % des gesamten Engeltes.
    CSG und CRDS mit einem Satz von 6,2% bzw. 0,5% werden auch auf Ersatzeinahmen (Krankengeld, Arbeitslosengeld u.s.w.) erhoben. Auf Altersrenten wird ebenfalls CSG und CRDS (6,6% + 0,5%) sowie ein Betrag von 1% auf die Zusatzrenten erhoben.
  2. Die Obergrenze entspricht der vierfachen Obergrenze der Sozialversicherung (4 x 3.218 €)r Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung unterliegt seit dem 1. Juli 2013 Veränderungen. So erhöht sich der Arbeitgeberanteil bei bestimmten Zeitarbeitsverträgen. Werden junge Arbeitnehmer unter 26 Jahren mit einem unbefristeten Vertrag eingestellt, so wird der Arbeitgeberanteil für eine bestimmte Zeit erlassen.
  3. Einrichtung zur Finanzierung der Lohngarantie - AGS (association pour la gestion du régime de garantie des créances des salariés) welche ausschliesslich vom  Arbeitgeber abgeführt wird. Sie dient zur Finanzierung des Systems der Lohn- und Gehaltsgarantie der Arbeitnehmer und ermöglicht im Falle eines Konkurses die Weiterzahlung der Entgelte, und Abfindungen.
  4. Zusatzrenten: der Beitragssatz (125%) hat einen Beitragsüberschuss zu Folge welcher ohne Auswirkung auf die Höhe des Rentenanspruchs ist. Die Rentenpunkte werden anhand des Vertragssatzes berechnet. Mit einem Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil von insgesamt 7,63% werden nur 6,10% zur Berechnung der Rentenpunkte des Arbeitnehmers herangezogen. Der Rest dient zur Finanzierung des Rentensystems.
    Außer den hier oben genannten Beiträgen zur Zusatzrentenversicherung, werden noch weitere Beiträge eingezogen, welche jedoch keine Punkte hervorbringen: Es handelt sich hierbei um:
    • den außerordentlichen und zeitlich begrenzten Beitrag zur Zusatzversicherung, welcher ein von dem Zusatzrentensystem AGIRC eingeführter Solidaritätsbeitrag ist. Er beträgt 0,35% (0,22% zu Lasten des Arbeitgebers und 0,13% zu Lasten des in dieses System einzahlenden Arbeitnehmers). Der Beitrag wird vom Gesamtentgelt einbehalten bis zu einer Grenze, die das achtfache der Bemessungsgrenze nicht übersteigt;
    • den Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung, der dazu dient die Renten derjenigen zu finanzieren die eine volle Rente beanspruchen bevor sie das 65. bzw. 67. Lebensjahr erreicht haben. Dieser beträgt 2 % (Arbeitgeberanteil 1,2% und Arbeitnehmeranteil 0,80%) im ersten Beitragsbereich und 2,2% (Arbeitgeberanteil 1,30% und Arbeitnehmeranteil 0,90%) im zweiten Beitragsbereich für die nichtleitenden Angestellten und in der Gruppe B für die leitenden Angestellten.
  5. In der Grupe C, das heißt bei einem monatlichen Entgelt zwischen 1.872 € und 25.744 €, wird die Aufteilung der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge frei festgesetzt.
  6. Seit dem 1. Januar 2015, gibt es bei Familienleistungen einen zweiten Beitragssatz . Er beträgt 3,45 % und wird bei Unternehmen, welche im Falle unter dem 1,6 fachen Satz des Mindestlohnes gezahlter Entgelte unter den Anwendungsbereich des "Fillon-Gesetzes" fallen, angerechnet. Ab dem 1. April 2016 wird der Satz von 3,45 % auch bei Jahreseinkommen bis zum 3,5 fachen Satz des Mindestlohnes angewandt.