Das französische Sozialversicherungssystem Sätze und Obergrenzen der Sozial- und Arbeitslosenversicherungsabgaben

Stand: 1. 10. 2017
Risiko Satz
& Monatliche Obergrenze
Arbeitnehmeranteil Arbeitgeberanteil
Sozialversicherung:
Krankheit, Mutterschaft, Invalidität, Tod, Pflege 0,75%
vom gesamten Entgelt
12,89% *
vom gesamtes Entgelt
Pflege CSA - 0,3%
vom gesamten Entgelt
Alter 6,90%
3.269 €
8,55%
3.269 €
Alter 0,4%
vom gesamten Entgelt
1,9%
vom gesamten Entgelt
Arbeitsunfälle - je nach Risiko und Größe des Unternehmens
vom gesamten Entgelt
Beschwerliche Arbeit 1 - 0,01%
vom gesamten Entgelt
Familienbeihilfen 2 - 5,25% oder 3,45%
vom gesamten Entgelt
Allgemeiner Sozialbeitrag
(CSG) 2
7,5%
98,25% vom gesamten Entgelt
-
Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden CRDS 1 0,5%
vom gesamten Entgelt minus 1,75%
-
Arbeitslosigkeit4 2,40%
13.076 €
4,05%
13.076 €
AGS5 - 0,15%
13.076 €
Zusatzrenten Versicherte6
Außer leitenden Angestellten (ARRCO)
- Gruppe 1 3,10%
3.269 €
4,65%
3.269 €
Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung AGFF Grupppe 1 0,8 %
3.269 €
1,2 %
3.269 €
- Gruppe 2 8,10%
zwischen 3.218 und 9.654 €
12,15%
zwischen 3.218 und 9.654 €
Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung AGFF Gruppe 2 0,9%
Zwischen 3.269 € und 9.807 €
1,3%
Zwischen 3.269 € und 9.807 €
Leitende Angestellte (AGIRC)
- Gruppe A 3,10%
3.269 €
4,65%
3.2690 €
- Gruppe B - C 7,80%
zwischen 3.269 und 26.152 €
12,75%
zwischen 3.218 und 25.744 €
Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung AGFF Gruppe B und C 0,9%
zwischen 3.269 und 26.152 €
1,3%
zwischen 3.269 und 26.152 €
  1. Der Beitrag für beschwerliche Tätigkeiten ist am 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Alle Arbeitgeber sind verpflichtet diese Beiträge für ihre Mitarbeiter zu zahlen, egal ob sie dem Risiko ausgesetzt sind oder nicht. Weiterhin ist der Beitrag unabhängig von der Risikohöhe zu leisten, auch wenn die Arbeitnehmer diesem Risiko ausgesetzt sind. Übersteigt das Risiko eine bestimmtes Niveau, so muss der Arbeitgeber Zusatzbeiträge leisten.
  2. Seit dem 1. Januar 2015, gibt es bei Familienleistungen einen zweiten Beitragssatz. Er beträgt 3,45 % und wird bei Unternehmen, welche im Falle unter dem 1,6 fachen Satz des Mindestlohnes gezahlter Entgelte unter den Anwendungsbereich des "Fillon-Gesetzes" fallen, angerechnet. Ab dem 1. April 2016 wird der Satz von 3,45 % auch bei Jahreseinkommen bis zum 3,5 fachen Satz des Mindestlohnes angewandt.
  3. Personen, die im französischen Sozialversicherungssystem versicherungspflichtig sind, aber ihren Steuersitz nicht in Frankreich haben, zahlen den Allgemeiner Sozialbeitrag (CSG) und den Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden (CRDS) nicht. Stattdessen erhöht sich der Arbeitnehmeranteil ihrer Krankenversicherung auf 5,5 % des gesamten Entgeltes. CSG und CRDS mit einem Satz von 6,2% bzw. 0,5% werden auch auf Ersatzeinahmen (Krankengeld, Arbeitslosengeld u.s.w.) erhoben.
  4. Die Obergrenze entspricht der vierfachen Obergrenze der Sozialversicherung (4 x 3.269 €).
  5. Einrichtung zur Finanzierung der Lohngarantie - AGS (association pour la gestion du régime de garantie des créances des salariés) welche ausschließlich vom  Arbeitgeber abgeführt wird. Sie dient zur Finanzierung des Systems der Lohn- und Gehaltsgarantie der Arbeitnehmer und ermöglicht im Falle eines Konkurses die Weiterzahlung der Entgelte, und Abfindungen.
  6. Zusatzrenten: der Beitragssatz (125%) hat einen Beitragsüberschuss zu Folge welcher ohne Auswirkung auf die Höhe des Rentenanspruchs ist. Die Rentenpunkte werden anhand des Vertragssatzes berechnet. Mit einem Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil von insgesamt 7,63% werden nur 6,10% zur Berechnung der Rentenpunkte des Arbeitnehmers herangezogen. Der Rest dient zur Finanzierung des Rentensystems. Der Beitrag Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung (AGFF - Association pour la gestion du fonds de financement AGIRC et ARRCO) dient zur Finanzierung derjenigen Versicherten, die vor dem 65. bzw. 67. Lebensjahr eine Vollrente in Anspruch nehmen 
    Außer den hier oben genannten Beiträgen zur Zusatzrentenversicherung, werden noch weitere Beiträge eingezogen, welche jedoch keine Punkte hervorbringen: Es handelt sich hierbei um
    • den außerordentlichen und zeitlich begrenzten Beitrag zur Zusatzversicherung (CET), welcher ein von dem Zusatzrentensystem AGIRC eingeführter Solidaritätsbeitrag ist. Er beträgt 0,35% (0,22% zu Lasten des Arbeitgebers und 0,13% zu Lasten des in dieses System einzahlenden Arbeitnehmers). Der Beitrag wird vom Gesamtentgelt einbehalten bis zu einer Grenze, die das achtfache der Bemessungsgrenze nicht übersteigt.
    • Der Beitrag zum Arbeitsverband für die Vermittlung leitender Angestellter (APEC – association pour l'emploi des cadres) : die Kassen der Zusatzversicherung AGIRC ziehen den Beitrag für den Arbeitsverband ein, welcher zur Deckung der laufenden Kosten dient. Der Beitrag wird von dem Gesamtgehalt der leitenden Angestellten einbehalten bis zu einer Grenze, die das vierfache der Bemessungsgrenze nicht übersteigt.