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Das französische Sozialversicherungssystem IV - Zweig „Familie“

2015

Die Familienbeihilfekasse der Sozialversicherung zahlt Familienleistungen nicht nur an Gehaltsempfänger und diesen gleichgestellte Gruppen, sondern auch an Freiberufliche (außer Landwirtschaft) und an alle, die in Frankreich mit ihren Kindern leben und keiner beruflichen Tätigkeit nachgehen.

Gemäß Artikel L. 512 - 1 des französischen Sozialversicherungsgesetzes "beziehen alle Franzosen und Ausländer, die in Frankreich wohnen und ein oder mehrere Kinder versorgen für diese Kinder Familienleistungen".

Anrecht auf Familienleistungen besteht aufgrund von ehelichen, unehelichen, adoptierten und auch einfach nur aufgenommenen Kindern, unter der Voraussetzung, dass der Anwärter sie versorgt.

Ob der Sachverhalt der Kindesversorgung vorliegt, hängt von den tatsächlichen Gegebenheiten ab. Es besteht jedoch eine Altersgrenze:

Darüber hinaus wurde im Juli 2003 eine Pauschalbeihilfe für Familien ab 3 Kindern eingeführt, um den finanziellen Verlust auszugleichen, der ihnen entsteht, wenn das älteste Kind das Alter von 20 Jahren erreicht. Diese Leistung wird längstens für ein Jahr bezahlt.

Berechnungsweise der Familienleistungen: Die Familienleistungen werden in Prozenten der sogenannten Monatsberechnungsbasis (MBB) ausgedrückt. Seit dem 1. April 2014 beträgt sie 406,21 €. Die Monatsberechnungsbasis (MBB) wird jährlich am 1. April in Abhängigkeit von der vorhergesehenen durchschnittlichen Preisentwicklung der Verbrauchsgüter ohne Tabak festgelegt.*

Bei den Familienleistungen lassen sich drei Gruppen unterscheiden:

* Seit dem 1. April 2015 ist die monatliche Berechnungsgrundlage des Kindergeldes auf 406,21 € festgelegt (Es ist keine Erhöhung zum 1. April 2015 erfolgt.)

A - ALLGEMEINE UNTERHALTSLEISTUNGEN

Nota Bene: Die Staffelung der Familienleistungen nach Einkommen des Haushalts oder der Person, welche für den Unterhalt des Kindes aufkommt, ist am 1. Juli 2015 in Kraft getreten.

1) Kindergeld

Kindergeld wird ab dem 2. Kind, welches in Frankreich lebt, geleistet. Es wird ohne Bedingungen in Bezug auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit geleistet. Seit dem 1. Juli 2015, ist die Höhe des Kindergeldes an das Einkommen des Haushaltes oder der Person, welche für den Unterhalt der Kinder aufkommt, gebunden. (siehe auch Beträge im Anhang.)

2) Beihilfe für Kinder über 20

Die Leistung (allocation forfaitaire) kommt Familien mit 3 oder mehr Kindern zugute, die das Anrecht auf einen Teil des Kindergelds dadurch verlieren, dass eines oder mehrere ihrer Kinder das Alter von 20 Jahren, d.h. die Altersgrenze zum Anspruch auf Familienleistungen erreichen. Um Anspruch auf die Pauschalbeihilfe erheben zu können, muss die Familie Anrecht auf Kindergeld für mindestens 3 Kinder (einschließlich des über 20jährigen) haben. Die Beihilfe wird für das betroffene Kind ein Jahr lang gezahlt und zwar ab dem Monat, in dem es 20 wird bis zu dem Monat, der seinem 21. Geburtstag vorausgeht.

Diese monatliche Beihilfe beläuft sich auf 20,234 % der Berechnungsgrundlage, d.h. seit dem 1. April 2014 auf 82,19 €. Grundsätzlich wird der Betrag halbiert oder geviertelt, je nach Einkommen des Haushalts (Jahr N – 2), falls dieses höher als 72.735 € ist (für eine Familie mit 3 Kindern), 78.330 € (für eine Familie mit 4 Kindern) + 5.595 € für jedes weitere Kind (für Familien mit mehr als 4 Kindern). Es besteht jedoch die Möglichkeit einen degressiven Zuschlag zu erhalten, falls das im Jahr N -2 erzielte Einkommen des Haushalts die anzuwendende Einkommensgrenze nur leicht überschreitet.

3) Auffüllungsbetrag zum Kindergeld

Der Auffüllungsbetrag zum Kindergeld (complément familial) ist einkommensabhängig. Er wird Familien mit mindestens 3 Kindern eines Alters zwischen 3 und 21 Jahren gewährt. Die Einkommensgrenze hängt von der Anzahl der zu versorgenden Kinder sowie der Zusammensetzung des Haushalts ab. Um im Jahr 2015 Anspruch auf diese Leistung zu haben, darf das im Jahr 2013 erzielte Jahreseinkommen des Haushalts 37.555 € (Elternpaar mit 3 Kindern und einem Einkommen) oder 45.941 € (Elternpaar mit zwei Einkommen oder alleinerziehende Person) nicht überstiegen worden sein. Sollte das Einkommen diese Höchstgrenze leicht übersteigen, wird ein Unterschiedsbetrag geleistet.

Er beläuft sich auf:

4) Waisen- und Unterstützungsbedürftigenbeihilfe (ASF)

Sie wird unabhängig vom Einkommen für jedes im Haushalt lebende Kind unter 20 Jahren gewährt, das Halbwaise oder Vollwaise ist oder dessen Herkunft von einem Elternteil nicht rechtlich bestimmt ist oder dessen Vater oder Mutter oder beide Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen. Übt das Kind eine Erwerbstätigkeit aus, so darf das monatliche Einkommen 893,25 € nicht übersteigen.

Die monatliche Leistung beträgt:

B - Kleinkinder- und Adoptionsleistungen (PAJE)

Die verschiedenen Kleinkinder- und Adoptionsleistungen werden unter dem Begriff der Kleinkinderleistungen (Paje) zusammengefasst.

Die Kleinkinderleistungen (Paje) beinhalten:

1) Geburts- bzw. Adoptionsprämie

Die Geburts- bzw. Adoptionsprämie ist einnahmeabhängig und wird einem jeden Kind nach der Geburt oder bei Adoption eines Kindes von unter 20 Jahren zum Zeitpunkt derselben ausgezahlt. Sie beträgt 927,71 € im Falle einer Geburt und 1.855,42 € anlässlich einer Adoption. Sie trägt zur Deckung der Kosten bei, die anlässlich der Geburt bzw. der Adoption entstehen.

Um die Beihilfe beziehen zu können, muss nachgewiesen werden, dass man sich der ersten Schwangerschaftsuntersuchung innerhalb der ersten 14 Schwangerschaftswochen unterzogen hat.

Die Einkommensobergrenze hängt von der Anzahl der kommenden und schon geborenen Kinder ab. Die Obergrenze erhöht sich, wenn Vater und Mutter arbeiten und für Alleinerziehende. Am 1. Januar 2015 beträgt die Nettoeinkommensobergrenze für einen Haushalt mit einem erwarteten Kind im Jahr 2013 35.729 € bzw. 45.393 € wenn beide Elternteile arbeiten und bei Alleinerziehenden.

2) Monatliche Kinderbeihilfe

Diese Beihilfe ist einkommensabhängig (es gelten die gleichen Voraussetzungen wie für den Anspruch auf eine Geburtsprämie). Sie wird ab dem ersten Tag der Geburt bis zum Ende des Monats, vor dem das 3. Lebensjahr erreicht wird, geleistet. Um sie zu erhalten, müssen die Pflichtuntersuchungen in der ersten Woche nach der Geburt, zum 9. Monat und zum 24. Monat des Kindes erfolgen.

Im Fall einer Adoption, wird sie drei Jahre lang ab der Aufnahme des Kindes im Haushalt zugeteilt, unter der Voraussetzung, dass das Kind unter 20 Jahre alt ist;
Sie beträgt 185,54 € pro Monat.

3) Unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung zur Erziehung des Kindes (PreParE) / Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (CLCA)* und volle Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (COLCA)

Die unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung zur Erziehung des Kindes (für ab dem 1.01.2015 geborene Kinder) und die Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (für bis zum 31.12.2014 geborene Kinder) ist nicht einkommensabhängig. Der Bezieher kann seine berufliche Tätigkeit unterbrechen oder einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, um sich um sein Kind zu sorgen. Die Leistung kann zusätzlich zur monatlichen Kinderbeihilfe, wenn der Betroffene von seinem Einkommen her Anrecht auf diese hat, oder unabhängig von dieser gewährt werden. Sie wird ab dem ersten Kind gewährt. Es ist Voraussetzung, mindestens 2 Jahre innerhalb eines vorangehenden Zeitraums, der davon abhängt, um das wievielte Kind es sich handelt, einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen zu sein.

Familien mit drei und mehr Kindern von denen das letzte nach dem 31. Juni 2006 geboren oder adoptiert wurde und in der ein Elternteil zum Zwecke der Kindererziehung nicht mehr arbeitet oder seine Erwerbstätigkeit vollständig unterbrochen hat, kann eine volle Erziehungsbeihilfe bei freier Wahl der Erwerbstätigkeit (COLCA) erhalten. Diese Leistung wird nur bei vollständiger Aufgabe der Berufstätigkeit geleistet. Der Betrag dieser Leistung ist höher als die der beiden anderen Leistungen (PreParE / ClCa), die Laufzeit jedoch kürzer.

Wenn es sich um das erste Kind handelt, muss der Betroffenen 2 Jahre innerhalb der letzten 2 Jahre vor der Geburt des Kindes gearbeitet haben. Wenn es sich um das zweite Kind handelt, muss der Betroffenen 2 Jahren innerhalb der letzten 4 Jahre vor der Geburt des Kindes gearbeitet haben. Ab dem dritten Kind muss der Betroffenen 2 Jahre innerhalb der letzten 5 Jahre vor der Geburt des Kindes gearbeitet haben.

Leistungsdauer:

Handelt es sich um das erste Kind, wird die unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung (PrePaE) 6 Monate lang an jeden der beiden Elternteile bezahlt. Ab dem zweiten Kind wird sie bis zum 24. Lebensmonat des Kindes und ab dem 3. Kind bis zum 48. Lebensmonat des Kindes an jeden der beiden Elternteile gezahlt.

Die Beihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (ClCa) wird beim 1. Kind für eine Dauer von 6 Monaten geleistet. Ab dem 2. Kind wird sie bis zum 3. Geburtstag des Kindes gezahlt. Haben sich die Eltern für die volle Erziehungsbeihilfe entschieden, so beträgt die Laufzeit ein Jahr.
Der Betrag der Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung beläuft sich auf

Der erhöhte Satz der vollen Erziehungsbeihilfe COLCA beträgt 641,53 € (bei Kindern welche ab dem 1. April 2014 geboren oder adoptiert wurden).

Im Fall einer Adoption wird der Beitrag mindestens ein Jahr lang gezahlt, auch wenn das Kind älter als 3 Jahre ist, das Höchstalter der Gewährung ist dann 20 Jahre.

* Die Beihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (ClCa) betrifft nur die ab dem 1.01.2015 geborenen Kinder.

4) Beitrag zur freien Wahl der Kinderbetreuungsweise

Dieser Beitrag wird an Haushalte oder Personen gezahlt, die direkt eine anerkannte Tagesmutter oder eine häusliche Kinderbetreuung beschäftigen (für Kinder bis 6 Jahre alt). Sie kann zusätzlich zur monatlichen Kinderbeihilfe, wenn der Betroffene von seinem Einkommen her Anrecht auf diese hat, oder unabhängig von dieser gewährt werden.

Der Beitrag deckt einen Teil des Gehalts der angestellten Person und zwar in Abhängigkeit vom Einkommen des Haushalts und dem Alter des Kindes ; außerdem werden die Sozialabgaben von anerkannten Tagesmüttern in voller Höhe und die von häuslichen Kinderbetreuungen im Rahmen einer Beitragshöchstgrenze bis zu 50 % direkt übernommen (442 € pro Monat für ein Kind bis zu 3 Jahren und 221 € für ein Kind zwischen dem 3 und 6 Jahren). Bis zum Alter von 3 Jahren des Kindes wird der Beitrag in voller Höhe und zwischen 3 und 6 Jahren in verringerter Höhe zugeteilt.

Der Beitrag wird auch gewährt, wenn die Familie eine private Institution mit der Kinderbetreuung betraut. In diesem Fall zahlen die Familien keine Sozialabgaben, sondern einen Pauschalpreis. Daher ist auch die Beihilfe pauschal.

C - SONDERLEISTUNGEN

1) Behindertenerziehungsbeihilfe (AEEH)

Diese Leistung wird unabhängig von den Einkommen für jedes Kind (einschließlich des erstgeborenen) unter 20 Jahren gewährt, das unter einer dauerhaften Behinderung von mindestens 80 % leidet bzw. zwischen 50 % und 80 %, wenn es in einer sonderpädagogischen Einrichtung untergebracht ist oder Hauspflege erhält.

Behindertenerziehungsbeihilfe wird nicht gewährt, wenn das Kind in einem Heim untergebracht ist, dessen Kosten vollständig von der Krankenversicherung, dem Staat oder der Sozialhilfe getragen werden.

Die Behindertenerziehungsbeihilfe beträgt monatlich 32% der Bemessungsgrundlage, d.h. 129,99 €. Bei Kindern mit einem Behinderungsgrad von mindestens 80 % kann ein Aufschlag gewährt werden, dessen Höhe von der Pflegebedürftigkeit und dem Grad der Behinderung abhängt. Zur Bestimmung der Höhe des Aufschlags wird das Kind von der Sonderpädagogischen Kommission (CDAHP) aufgrund von bestimmten Kriterien (Pflegebedürftigkeit, Pflegekosten, finanzielle Folgen der Behinderung, Arbeitsaufgabe oder -einschränkung eines Elternteils, das für das Kind sorgt, und Verwendung bezahlter Pflegebetreuer) einer von 6 Kategorien zugeordnet

Der monatliche Aufschlag beträgt

Es ist möglich, zu wählen zwischen dem Aufschlag zu dieser Behindertenerziehungsbeihilfe und der so genannten Behinderungsausgleichsleistung (PCH), die von den Regionen (Conseil général) Departements gezahlt wird und dazu dient, zur Linderung mangelnder Eigenständigkeit behinderter Menschen beizutragen. Die Behinderungsausgleichsleistung PCH enthält verschiedene Elemente, deren drittes – Kosten der behindertengerechten Anpassung von Wohnungen und Fahrzeugen sowie Mehrkosten für Transport – auch gleichzeitig mit Aufschlag zum Behindertenerziehungsbeihilfe (AEEH) bezogen werden kann.

Weitere Informationen über den Behinderungsausgleichsleistung PCH: http://www.cnsa.fr/

Aufschlag für Alleinerziehende

Jeder Alleinerziehende, der seine Beschäftigung aufgibt bzw. vermindert oder eine bezahlte Hilfsperson einstellt, kann eine Erhöhung des Aufschlags der 2. bis 6. Kategorien erhalten (Kategorie 2 : 52,81 €, Kategorie 3 : 73,12 €, Kategorie 4: 231,54 €, Kategorie 5 : 296,53 €, Kategorie 6 : 434,64 €).

2) Beihilfe zum Schuljahresbeginn

Diese Beihilfe ist einnahmeabhängig. Sie wird für jedes Kind im Schulalter (6 bis 18 Jahre), das in der Ausbildung steht jedes Jahr am 15. September gewährt. Die Höhe hängt vom Alter der Kinder ab, um möglichst den tatsächlichen Kosten zu entsprechen.

Sie wird Haushalten und Personen mit eingeschulten Kindern zwischen 6 und 18 Jahren gewährt, deren Einkommen einen gewissen Höchstbetrag nicht übersteigen (je nach Zusammensetzung der Familie und der Anzahl der zu versorgenden Kinder). Die Zahlung erfolgt einmal im Jahr jeweils spätestens zum 1. Oktober. Sind die Einkommen geringer als ein bestimmter Höchstbetrag, wird die Beihilfe zum vollen Satz gewährt. Liegen die Einkommen geringfügig über dem Höchstbetrag, aber unter einem gewissen durch Erlass festgelegten Betrag, wird die Beihilfe unter Berücksichtigung des Einkommensunterschieds gezahlt.

Der Betrag der vollen Beihilfe beläuft sich auf:

3) Tägliche Beihilfe für elterlichen Beistand

Seit dem 1. Juli 2006, ist die Beihilfe für elterlichen Beistand durch die tägliche Beihilfe für elterlichen Beistand ersetzt. Diese Beihilfe zur Pflege von kranken oder schwerbehinderten Kindern, die nicht älter 20 Jahre sind, wird an alle gezahlt, deren Kind persönliche Anwesenheit und aufwendige Pflege erfordern. Um diese Leistung zu erhalten, muss der Leistungsempfänger seine berufliche Tätigkeit auf bestimmte Zeit unterbrechen und einen so genannten Urlaub zur elterlichen Pflege erhalten haben. Ein vom Hausarzt ausgestelltes ärztliches Attest muss zur Kontrolle bei der zuständigen Krankenkasse vorgelegt werden.

Die Höhe der täglichen Beihilfe beträgt 43,18 €, wenn der Leistungsempfänger in Partnerschaft lebt. Bei allein stehenden Leistungsempfängern beträgt die Höhe 51,30 €.

Der Leistungsempfänger hat Anspruch auf 310 Tage Sonderurlaub, den er innerhalb von drei Jahren nehmen kann, je nach den Bedürfnissen des kranken Kindes.

Unterhalb eines bestimmten Familieneinkommens, kann auf Vorlage von Belegen eine Kostenbeihilfe geleistet werden, wenn aufgrund der Behinderung oder Krankheit monatlich mindestens 110,45 € an Kosten anfallen.

4) Familienwohngeld

Diese Familienleistung gestattet es, einen Teil der Wohnkosten zu decken. Die Gewährung ist an Voraussetzungen bezüglich der Wohnung (Fläche, Hygiene), der Miete und der Einkommen der Familien gebunden.

5) Umzugsbeihilfe

Die Umzugsbeihilfe ist von der Höhe der Einkommen abhängig. Sie kommt Familien mit mindestens 3 Kindern zu. Es muss in der neuen Wohnung Anrecht auf Wohngeld bestehen. Die Umzugsbeihilfe deckt die tatsächlichen Kosten des Umzugs bis zu einem Höchstbetrag von 240 % der Berechnungsgrundlage bei Kindern mit 3 unterhaltspflichtigen Kindern. Pro weiteres Kind erhöht sich der Höchstbetrag um jeweils 20 %. Der Höchstbetrag beläuft sich somit bei 3 Kindern auf 974,90 € plus 81,24 € pro weiterem Kind.

Es bleibt anzufügen, dass auf alle Familienleistungen (außer der Behindertenerziehungsbeihilfe und ihrem Aufschlag sowie der Umzugsbeihilfe) seit dem 1. Januar 1997 ein Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden (CRDS) von 0,5 % erhoben wird. Dieser Beitrag wird direkt von den zuständigen Familienbeihilfenkassen einbehalten. Die oben stehenden Beträge verstehen sich vor Vorabzug der CRDS.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Familienbeihilfenkasse (CAF): http://www.caf.fr