Das französische Sozialversicherungssystem IV - Familie

2018

Der Sozialversicherungszweig Familie besteht aus einem Netz von 102 Familienbeihilfekassen in den jeweiligen Departements und einer Familienbeihilfekasse auf nationaler Ebene.

Familienleistungen werden von den Familienbeihilfekassen an:

  • Arbeitnehmer und den Arbeitsnehmern gleichgestellte Personen eines jeden Berufsstandes,
  • an alle Selbständige, mit Ausnahme der Selbständigen aus der Landwirtschaft,
  • an alle sich in Frankreich gewöhnlich mir ihren Kindern aufhaltende Personen die keine Erwerbstätigkeit ausüben,

geleistet.

Gemäß Artikel L. 512 - 1 des französischen Sozialversicherungsgesetzes "beziehen alle Franzosen und Ausländer, die in Frankreich wohnen und ein oder mehrere Kinder versorgen für diese Kinder Familienleistungen".

Anrecht auf Familienleistungen hat jede Person, die tatsächlich und dauernd das eheliche, uneheliche, adoptierte oder aufgenommene Kind versorgt (Nahrung, Unterkunft, Kleidung) bis zur einem Alter von:

  • in der Regel 20 Jahren, bei allen Kindern, die keinerlei berufliche Tätigkeit ausüben oder deren monatliches Nettoeinkommen 55 % des Mindestlohnes (918,34 €) nicht übersteigen;
  • 21 Jahren beim Wohngeld und beim Auffüllungsbetrag zum Kindergeld.

Darüber kann eine eine Pauschalbeihilfe für Familien ab 3 Kindern geleistet werden, um den finanziellen Verlust auszugleichen, der ihnen entsteht, wenn das älteste Kind das Alter von 20 Jahren erreicht. Diese Leistung wird längstens für 1 Jahr bezahlt.

Berechnungsweise der Familienleistungen: Die Familienleistungen werden in Prozenten der sogenannten Monatsberechnungsbasis ausgedrückt. Seit dem 1. April 2018 beträgt sie 411,92 €. Die Monatsberechnungsbasis wird jährlich zum 1. April in gemäß der vorhergesehenen durchschnittlichen Preisentwicklung der Verbrauchsgüter ohne Tabak festgelegt. Bei den Familienleistungen lassen sich drei Gruppen unterscheiden:

A - ALLGEMEINE UNTERHALTSLEISTUNGEN

1) Kindergeld

Kindergeld wird ab dem 2. Kind, welches in Frankreich lebt, geleistet. Es wird ohne Bedingungen in Bezug auf die Ausübung einer Erwerbstätigkeit geleistet. Seit dem 1. Juli 2015, ist die Höhe des Kindergeldes an das Einkommen des Haushaltes oder der Person, welche für den Unterhalt der Kinder aufkommt, gebunden.

2) Beihilfe für Kinder über 20

Die Leistung (allocation forfaitaire) kommt Familien mit 3 oder mehr Kindern zugute, die das Anrecht auf einen Teil des Kindergelds dadurch verlieren, dass eines oder mehrere ihrer Kinder das Alter von 20 Jahren, d.h. die Altersgrenze zum Anspruch auf Familienleistungen erreichen. Das monatliche Arbeitseinkommen dieses bzw. dieser Kinder darf nicht höher als 918,34 € sein.

Um Anspruch auf die Pauschalbeihilfe erheben zu können, muss die Familie Anrecht auf Kindergeld für mindestens 3 Kinder (einschließlich des über 20jährigen) haben. Die Beihilfe wird für das betroffene Kind ein Jahr lang gezahlt und zwar ab dem Monat, in dem es 20 wird bis zu dem Monat, der seinem 21. Geburtstag vorausgeht.

Diese monatliche Beihilfe beläuft sich seit dem 1. April 2018 auf 83,35 €. Grundsätzlich wird der Betrag halbiert oder geviertelt, je nach Einkommen des Haushalts (Jahr N -2). Es besteht jedoch die Möglichkeit einen degressiven Zuschlag zu erhalten, falls das im Jahr N -2 erzielte Einkommen des Haushalts die anzuwendende Einkommensgrenze nur leicht überschreitet.

3) Auffüllungsbetrag zum Kindergeld

Der Auffüllungsbetrag zum Kindergeld (complément familial) ist einkommensabhängig. Er wird Familien mit mindestens 3 Kindern eines Alters zwischen 3 und 21 Jahren gewährt. Die Einkommensgrenze hängt von der Anzahl der zu versorgenden Kinder sowie der Zusammensetzung des Haushalts ab. Um im Jahr 2018 Anspruch auf diese Leistung zu haben, darf das im Jahr 2016 erzielte Jahreseinkommen des Haushalts

  • 37.780 € (Elternpaar mit 3 Kindern und einem Einkommen) oder
  • 46.217 € (Elternpaar mit zwei Einkommen oder alleinerziehende Person)

Er beläuft sich auf 171,56 € oder 257,37 € im Monat, je nach Einkommensniveau. Der Betrag in gleicher Höhe für drei Kinder und mehr geleistet.

4) Waisen- und Unterstützungsbeihilfe (ASF)

Diese Leistung wird für jedes im Haushalt lebende Kind gewährt*:

  • das Waise ist oder
  • dessen Herkunft von einem Elternteil nicht rechtlich bestimmt ist oder
  • dessen Vater oder Mutter oder beide Eltern ihrer Unterhaltspflicht nicht nachkommen.

* ein Kind wird als im Haushalt lebend betrachtet, wenn es unter 20 Jahre ist. Übt das Kind eine Erwerbstätigkeit aus, so darf das monatliche Einkommen 918,34 € nicht übersteigen (entspricht der Hälfte des Mindestlohnes).

Die monatliche Leistung beträgt:

  • 154,47 € wenn das Kind Vollwaise ist oder sich in einer vergleichbaren Lage befindet,
  • 115,87 € wenn das Kind Halbwaise ist oder sich in einer vergleichbaren Lage befindet.

B - Kleinkinder- und Adoptionsleistungen (PAJE)

Die verschiedenen Kleinkinder- und Adoptionsleistungen werden unter dem Begriff der Kleinkinderleistungen (Paje) zusammengefasst. und beinhalten:

  1. eine einkommensabhängige Geburts- bzw. Adoptionsprämie,
  2. eine einkommensabhängige monatliche Beihilfe, die von der Geburt bis zum Alter von 3 Jahren bzw. bei der Adoption zugeteilt wird,
  3. eine unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung zur Erziehung des Kindes (PreParE) für jede nach dem 31.12.2014 stattgefundene Geburt bzw. Adoption oder eine Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (Clca) für jede vor dem 1. 01.2015 stattgefundene Geburt oder Adoption, welche an eine Mindestbeitragsdauer gebunden ist,
  4. eine Beihilfe zur freien Wahl der Kinderbetreuungsweise (CMG) deren Höhe vom Einkommen des Haushalts abhängt.

1) Geburts- bzw. Adoptionsprämie

Die Geburts- bzw. Adoptionsprämie trägt zur Deckung der Kosten bei, die anlässlich der Geburt bzw. der Adoption entstehen. Sie beträgt 946,39 € im Falle einer Geburt und 1.892,77 € bei Adoption eines Kindes von unter 20 Jahre.

Die Geburts- bzw. Adoptionsprämie ist einkommensabhängig. Die Einkommensobergrenze hängt von der Anzahl der geborenen oder erwartenden Kinder ab. Die Obergrenze erhöht sich, wenn beide Elternteile berufstätig sind und für Alleinerziehende. Für sie beträgt diese Einkommensobergrenze am 1. Januar 2018 für einen Haushalt mit einem erwarteten Kind 31.345 € bzw. 41.425 € bezogen auf das Jahr 2016.

Um die Beihilfe beziehen zu können, muss nachgewiesen werden, dass die erste Schwangerschaftsuntersuchung innerhalb der ersten 14 Schwangerschaftswochen durchgeführt wurde.

2) Monatliche Kinderbeihilfe

Diese Beihilfe dient dazu Unterhalts- und Erziehungskosten des Kindes teilweise zu decken. Sie ist einkommensabhängig und es gelten die gleichen Voraussetzungen wie für den Anspruch auf eine Geburtsprämie. Sie wird ab dem ersten Tag der Geburt bis zum Ende des Monats, vor dem das 3. Lebensjahr erreicht wird, geleistet. Im Fall einer Adoption, wird sie drei Jahre lang ab der Aufnahme des Kindes im Haushalt zugeteilt, unter der Voraussetzung, dass das Kind unter 20 Jahre alt ist.

Seit dem 1. April 2018 beträgt sie, je nach Einkommensniveau, unter Anwendung des vollen Satzes 171,56 € pro Monat, und unter Anwendung des halben Satzes 85,78 € pro Monat.

3) Unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung zur Erziehung des Kindes (PreParE) / Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (CLCA)

Die unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung zur Erziehung des Kindes wird für ab dem 1. Januar 2015 geborene oder adoptierten Kinder und die Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung für bis zum 31. Dezember 2014 geborene oder adoptierte Kinder geleistet.

Der Bezieher kann seine berufliche Tätigkeit unterbrechen oder einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen, um sich um sein Kind zu sorgen. Die Leistungen beider Elternteile können zusätzlich zur monatlichen Kinderbeihilfe, oder unabhängig (wenn der Betroffene von seinem Einkommen her kein Anrecht auf diese hat) von dieser gewährt werden.

Sie wird ab dem ersten Kind einkommensabhängig gewährt.

Voraussetzung ist, mindestens 2 Jahre einer rentenversicherungspflichtigen Tätigkeit innerhalb

  • der 2 letzten Jahre beim ersten Kind
  • der 4 letzten Jahre beim zweiten Kind
  • der 5 letzten Jahre

nachgegangen zu sein.

Leistungsdauer:

Die unter beiden Elternteilen aufgeteilte Leistung (PrePaE) wird ab dem:

  • ersten Kind bis zum 6. Lebensmonat des Kindes
  • zweiten Kind bis zum 24. Lebensmonat des Kindes
  • dritten Kind bis zum 48. Lebensmonat des Kindes

an jeden der beiden Elternteile gezahlt.

Die Beihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung (CLCA) wird beim 1. Kind für eine Dauer von 6 Monaten geleistet. Ab dem 2. Kind kann sie bis zum 3. Geburtstag des Kindes geleistet werden. Bei Kindern, die vor dem Jahr 2018 adoptiert wurden, ist die Altersgrenze auf 20 Jahre festgesetzt.

Der Betrag der unter beiden Eltern aufgeteilten Leistung / der Erziehungsbeihilfe zur freien Tätigkeitsentscheidung beläuft sich zwischen dem 1. April 2018 und dem 31. März 2019 auf

  • 398 €, d. h. den vollen Satz (vollständige Einstellung der beruflichen Tätigkeit);
  • 257,29 €, bei einer Teilzeitbeschäftigung bis zu 50 % der Vollzeit;
  • 148,41 €, bei Teilzeitbeschäftigung über 50 % und bis zu höchstens 80 %.

Auf den erhöhten Betrag der unter beiden Eltern aufgeteilten Leistung, der 650,55 € beträgt, hat der Elternteil, mit drei oder mehr Kinder, Anspruch, der seine berufliche Tätigkeit aufgegeben hat.

4) Beitrag zur freien Wahl der Kinderbetreuungsweise (CMG)

Dieser Beitrag wird für Kinder bis 6 Jahre zur Kinderbetreuung geleistet. Sie kann zusätzlich zur monatlichen Kinderbeihilfe, wenn der Betroffene von seinem Einkommen her Anrecht auf diese hat, oder unabhängig von dieser gewährt werden.
Dieser Beitrag wird an Haushalte oder Personen gezahlt, die

  • direkt eine anerkannte Tagesmutter oder eine häusliche Kinderbetreuung beschäftigen, oder
  •  auch einen Verein, ein anerkanntes Unternehmen oder eine Mikrokindertagesstätte in Anspruch nehmen (für Kinder bis 6 Jahre).

beschäftigen.

Der Beitrag deckt

  • einen Teil des Entgeltes der angestellten Person (bis zu 85 %) und zwar in Abhängigkeit der Anzahl der Kinder, des Alters der Kinder und dem Einkommen des Haushalts. Die Einkommensgrenzen werden für Alleinerziehende um 40 % angehoben.
  • Außerdem werden die Sozialabgaben von
    • anerkannten Tagesmüttern in voller Höhe und die von
    • häuslichen Kinderbetreuungen im Rahmen einer Beitragshöchstgrenze bis zu 50 % direkt übernommen (448 € pro Monat für ein Kind bis zu 3 Jahren und 224 € für ein Kind zwischen dem 3 und 6 Jahren). Bis zum Alter von 3 Jahren des Kindes wird der Beitrag in voller Höhe und zwischen 3 und 6 Jahren in verringerter Höhe zugeteilt.

C - SONDERLEISTUNGEN

1) Behindertenerziehungsbeihilfe (Aeeh)

Diese Leistung wird unabhängig von den Einkommen für jedes Kind (einschließlich des erstgeborenen) unter 20 Jahren gewährt, das unter einer dauerhaften Behinderung

  • von mindestens 80 % leidet bzw.
  • zwischen 50 % und 80 %, wenn es in einer sonderpädagogischen Einrichtung untergebracht ist oder Hauspflege erhält.

Behindertenerziehungsbeihilfe wird nicht gewährt, wenn das Kind in einem Heim untergebracht ist, dessen Kosten vollständig von der Krankenversicherung, dem Staat oder der Sozialhilfe getragen werden.

Die Behindertenerziehungsbeihilfe beträgt monatlich 131,81 €. Bei Kindern mit einem Behinderungsgrad von mindestens 80 % kann ein Aufschlag gewährt werden, dessen Höhe von der Pflegebedürftigkeit und dem Grad der Behinderung abhängt. Zur Bestimmung der Höhe des Aufschlags wird das Kind von der Sonderpädagogischen Kommission (CDAHP) aufgrund von bestimmten Kriterien (Pflegebedürftigkeit, Pflegekosten, finanzielle Folgen der Behinderung, Arbeitsaufgabe oder -einschränkung eines Elternteils, das für das Kind sorgt, und Verwendung bezahlter Pflegebetreuer) einer von 6 Kategorien zugeordnet.

Der monatliche Aufschlag (Stand 1. April 2018 bis 31. März 2019) beträgt

  • für die Kategorie 1: 98,86 €,
  • für die Kategorie 2: 267,75 €,
  • für die Kategorie 3: 378,97 €,
  • für die Kategorie 4: 587,27 €,
  • für die Kategorie 5: 750,56 €,
  • für die Kategorie 6 (Aufschlag für die Bezahlung einer Hilfsperson): 1.118,57 €.

Der Empfänger dieser Behindertenerziehungsbeihilfe und des dazugehörigen Aufschlags hat ebenfalls Anspruch auf die Zusatzleistung für Alleinerziehende, wenn er die tatsächliche und ständige Betreuung des behinderten Kindes allein übernimmt. Diese wird gewährt, falls der Zustand des Kindes den Alleinerziehenden zwingt seine berufliche Tätigkeit einzuschränken oder aufzugeben oder eine Drittperson gegen Entgelt in Anspruch zu nehmen.

Die Höhe der Zusatzleistung richtet sich nach der Kategorie der Behinderung:

  • Kategorie 2:   53,55 €,
  • Kategorie 3:  74,15 €,
  • Kategorie 4: 234,79 €,
  • Kategorie 5: 300,70 €,
  • Kategorie 6: 440,75 €.

Die Leistung der Behindertenerziehungshilfe wird für eine Dauer bis zu 5 Jahren gewährt und hängt vom Gesundheitszustand des Kindes ab. Die Dauer kann überstritten werden, wenn keine positive Entwicklung des Kindes zu erwarten ist.

Die Empfänger dieser Grundleistung wählen zwischen:

  • dem Zuschlag zur Behindertenerziehungsbeihilfe (Aeeh) und
  • der Behindertenausgleichsleistung (PCH).

Außerdem besteht die Möglichkeit die Behindertenerziehungsbeihilfe (AEEH) mit dem dritten Teil der Behindertenausgleichsleistung (PCH) zusammen zu erhalten. (Diese dienen zur finanziellen Deckung der aufgrund der Behinderung durchgeführten Umbauarbeiten (Wohnung, Auto oder Transportmittel).

2) Beihilfe zum Schuljahresbeginn

Diese Beihilfe ist einkommensabhängig. Sie wird für jedes Kind im Schulalter von 6 bis 18 Jahre, gewährt. Die Höhe hängt vom Alter der Kinder ab, um möglichst den tatsächlichen Kosten zu entsprechen.

Sie wird Haushalten und Personen mit eingeschulten Kindern gewährt, deren Einkommen einen gewissen Höchstbetrag nicht übersteigen (je nach Zusammensetzung der Familie und der Anzahl der zu versorgenden Kinder). Die Zahlung erfolgt einmal im Jahr jeweils im Monat August. Sind die Einkommen geringer als ein bestimmter Höchstbetrag, wird die Beihilfe zum vollen Satz gewährt. Liegen die Einkommen geringfügig über dem Höchstbetrag, aber unter einem gewissen durch Erlass festgelegten Betrag, wird die Beihilfe unter Berücksichtigung des Einkommensunterschieds gezahlt.

Der Betrag der vollen Beihilfe beträgt zum Schulbeginn 2018 :

  • 369,57 € für Kinder von 6 bis 10 Jahren
  • 389,96 € für Kinder von 11 bis 14 Jahren
  • 403,48 € für Kinder von 15 bis 18 Jahren.

3) Tägliche Beihilfe für elterlichen Beistand

Die Beihilfe für elterlichen Beistand zur Pflege von kranken oder schwerbehinderten Kindern, die nicht älter 20 Jahre sind, wird an alle gezahlt, deren Kind persönliche Anwesenheit und aufwendige Pflege erfordern.

Um diese Leistung zu erhalten, muss der Leistungsempfänger seine berufliche Tätigkeit auf bestimmte Zeit unterbrechen und von seinem Arbeitgeber einen sogenannten Urlaub zur elterlichen Pflege erhalten haben. Ein vom Hausarzt ausgestelltes ärztliches Attest bezüglich des Gesundheitszustandes des Kindes muss zur Kontrolle bei der zuständigen Krankenkasse vorgelegt werden.

Die Höhe der täglichen Beihilfe beträgt 43,79 €, wenn der Leistungsempfänger in Partnerschaft lebt. Bei allein stehenden Leistungsempfängern beträgt die Höhe 52,03 €. Sie wird für jeden Urlaubstag bis zu einer Höchstdauer von 22 Monaten gewährt.

Der Leistungsempfänger hat Anspruch auf 310 Tage Sonderurlaub, den er innerhalb von drei Jahren nehmen kann, je nach den Bedürfnissen des kranken Kindes.

Unterhalb eines bestimmten Familieneinkommens, kann auf Vorlage von Belegen eine Kostenbeihilfe geleistet werden (112 €), wenn aufgrund der Behinderung oder Krankheit monatlich mindestens 112 € an Kosten anfallen.

4) Familienwohngeld

Diese Familienleistung gestattet es, einen Teil der Wohnkosten zu decken. Die Gewährung ist an Voraussetzungen bezüglich der Wohnung (Fläche, Hygiene), der Miete und der Einkommen der Familien gebunden.

5) Umzugsbeihilfe

Die Umzugsbeihilfe ist von der Höhe der Einkommen abhängig. Sie kommt Familien mit mindestens 3 Kindern zu. Es muss in der neuen Wohnung Anrecht auf Wohngeld bestehen. Die Umzugsbeihilfe deckt die tatsächlichen Kosten des Umzugs bis zu einem Höchstbetrag von 988,61 € bei 3 Kindern plus 82,38 € pro weiterem Kind.

Zu beachten: Von Familienleistungen (außer der Behindertenerziehungsbeihilfe (AEEH)) wird ein Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden (CRDS) von 0,5 % abgezogen. Dieser Beitrag wird direkt von den zuständigen Familienbeihilfenkassen einbehalten.

Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Familienbeihilfekasse (CAF): http://www.caf.fr