Das französische Sozialversicherungssystem Sätze und Obergrenzen bei Sozial- und Arbeitslosenversicherungsabgaben

Stand: 1. 1. 2018
Risiko Satz
& Monatliche Obergrenze
Arbeitnehmeranteil Arbeitgeberanteil
Sozialversicherung:
Krankheit, Mutterschaft, Invalidität, Tod, Pflege1 - 13% *
vom gesamtes Entgelt
Pflege CSA - 0,3%
vom gesamten Entgelt
Alter 6,90%
3.311 €
8,55%
3.311 €
Alter 0,4%
vom gesamten Entgelt
1,9%
vom gesamten Entgelt
Arbeitsunfälle2 - Verschieden
vom gesamten Entgelt
Familienbeihilfen3 - 5,25% oder 3,45%
vom gesamten Entgelt
Allgemeiner Sozialbeitrag
(CSG) 4
9,2%
98,25% vom gesamten Bruttoentgelt
-
Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden CRDS 4 0,5%
98,25% vom gesamten Bruttoentgelt
-
Arbeitslosigkeit1 und 5 - 4,05%
13.244 €
AGS6 - 0,15%
13.244 €
Zusatzrenten Versicherte7
Außer leitenden Angestellten (ARRCO)
- Gruppe 1 3,10%
3.311 €
4,65%
3.311 €
Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung AGFF Grupppe 1 0,8 %
3.311 €
1,2 %
3.311 €
- Gruppe 2 8,1%
zwischen 3.311 und 9.933 €
12,15%
zwischen 3.311 und 9.933 €
Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung AGFF Gruppe 2 0,9%
Zwischen 3.311 € und 9.933 €
1,3%
Zwischen 3.311 € und 9.933 €
Leitende Angestellte (AGIRC)
- Gruppe A 3,1%
3.311 €
4,65%
3.311 €
- Gruppe B 7,8%
zwischen 3.311 und 13.244 €
12,75%
zwischen 3.311 und 13.244 €
- Gruppe C 7,8%
zwischen 13.2441 und 26.488 €
12,75%
zwischen 13.244 und 25.488 €
Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung AGFF Gruppe B und C 0,9%
zwischen 3.311 und 25.488 €
1,3%
zwischen 3.311 und 25.488 €
  1. Das Gesetz zur Finanzierung der französischen Sozialversicherung für das Jahr 2018 sieht ab dem 1. Januar 2018 folgende Änderungen vor: - Wegfall des Arbeitnehmerbeitrags zur Krankenversicherung 0,75 %; - Senkung des Arbeitnehmerbeitrags zur Arbeitslosenversicherung von 2;4 % auf 0,95 %; (Ab Oktober 2018 fällt dieser Beitrag weg); Erhöhung des Arbeitgeberbeitrags zur Kranken-, Mutterschafts-, Invaliditäts- und Sterbeversicherung von 12;98 % auf 13 %.
  2. Der Beitragssatz hängt von der Größe und des Risikoprofils des Unternehmens ab.
  3. Seit dem 1. Januar 2015, gibt es bei Familienleistungen einen zweiten Beitragssatz. Er beträgt 3,45 % und wird bei Unternehmen, welche im Falle unter dem 1,6 fachen Satz des Mindestlohnes gezahlter Entgelte unter den Anwendungsbereich des "Fillon-Gesetzes" fallen, angerechnet. Ab dem 1. April 2016 wird der Satz von 3,45 % auch bei Jahreseinkommen bis zum 3,5 fachen Satz des Mindestlohnes angewandt.
  4. Mit dem Gesetz zur Finanzierung der französischen Sozialversicherung für das Jahr 2018 wurde der auf alle Erwerbseinkommen anzuwendende Satz des Sozialen Beitrags (CSG) um 1,7 Punkte von 7;5 % auf 9,2 % erhöht. Der auf Alters- und Invaliditätsrenten anzuwendende Satz wurde ebenfalls um 1,7 Punkte erhöht und stieg somit von 6,6 % auf 8,3 %. Personen, die im französischen Sozialversicherungssystem versicherungspflichtig sind, aber ihren Steuersitz nicht in Frankreich haben, zahlen den Allgemeiner Sozialbeitrag (CSG) und den Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden (CRDS) nicht. Stattdessen erhöht sich der Arbeitnehmeranteil ihrer Krankenversicherung auf 5,5 % des gesamten Entgeltes. CSG und CRDS mit einem Satz von 6,2% bzw. 0,5% werden auch auf Ersatzeinahmen (Krankengeld, Arbeitslosengeld u.s.w.) erhoben.
  5. Die Obergrenze entspricht der vierfachen Obergrenze der Sozialversicherung (4 x 3.311 €). Der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung unterliegt seit dem 1. Juli 2013 Veränderungen. So erhöht sich der Arbeitgeberanteil um 0,5% bei Zeitarbeitsverträgen, deren Vertragsdauer nicht länger als drei Monate ist.
  6. Einrichtung zur Finanzierung der Lohngarantie - AGS (association pour la gestion du régime de garantie des créances des salariés) welche ausschließlich vom Arbeitgeber abgeführt wird. Sie dient zur Finanzierung des Systems der Lohn- und Gehaltsgarantie der Arbeitnehmer und ermöglicht im Falle eines Konkurses die Weiterzahlung der Entgelte, und Abfindungen. Der Beitragssatz wurde zum 01. Juli 2017 zwischen 0,2% und 0,15 % verringert.
  7. Zusatzrenten: der Beitragssatz (125%) hat einen Beitragsüberschuss zu Folge welcher ohne Auswirkung auf die Höhe des Rentenanspruchs ist. Die Rentenpunkte werden anhand des Vertragssatzes berechnet. Mit einem Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil von insgesamt 7,75% werden nur 6,20% zur Berechnung der Rentenpunkte des Arbeitnehmers herangezogen. Der Rest dient zur Finanzierung des Rentensystems. Der Beitrag zur Organisation zur Verwaltung der Zusatzrentenversicherung (AGFF - Association pour la gestion du fonds de financement AGIRC et ARRCO) dient zur Finanzierung derjenigen Versicherten, die vor dem 65. Lebensjahr eine Rente in Anspruch nehmen Außer den hier oben genannten Beiträgen zur Zusatzrentenversicherung, werden noch weitere Beiträge eingezogen, welche jedoch keine Punkte hervorbringen:
    • Es handelt sich hierbei um den außerordentlichen und zeitlich begrenzten Beitrag zur Zusatzversicherung (CET), welcher ein von dem Zusatzrentensystem AGIRC eingeführter Solidaritätsbeitrag ist. Der Beitrag wird vom Gesamtentgelt einbehalten bis zu einer Grenze, die das achtfache der Bemessungsgrenze nicht übersteigt. Er beträgt 0,35% (0,22% zu Lasten des Arbeitgebers und 0,13% zu Lasten des in dieses System einzahlenden Arbeitnehmers).
    • den Beitrag zum Arbeitsverband für die Vermittlung leitender Angestellter (APEC – association pour l'emploi des cadres) : die Kassen der Zusatzversicherung AGIRC ziehen den Beitrag für den Arbeitsverband ein, welcher zur Deckung der laufenden Kosten dient. Der Beitrag wird von dem Gesamtgehalt der leitenden Angestellten einbehalten bis zu einer Grenze, die das vierfache der Bemessungsgrenze nicht übersteigt.