Das französische Sozialversicherungssystem I - Krankheit, Mutterschaft, Invalidität und Tod

2018

A - Krankenversicherung sowie Mutter- und Vaterschaftsversicherung

Leistungsträger :

Leistungen aus der Kranken-, Mutterschafts- und Vaterschaftsversicherung werden von folgenden Trägern erbracht :

  • im Mutterland von den Krankenkassen „Caisses primaires d'assurance maladie (CPAM);
  • in den Überseedepartements von den allgemeinen Sozialversicherungskassen „caisses générales de sécurité sociale (CGSS).

Krankenversicherung

Mit dem 1999 eingeführten universellen Krankenversicherungsschutz (couverture maladie universelle – CMU) wurde es möglich die Behandlungskosten derjenigen Personen zu decken, die über keinen gesetzlichen Krankenversicherungsschutz verfügten. Der Anspruch war entweder durch bestimmte Beitragszahlungen begründet oder durch eine bestimmte Anzahl von Arbeitsstunden, die innerhalb einer bestimmten Zeit getätigt wurden.

Der am 1. Januar 2016 in Ablösung des universellen Krankenversicherungsschutzes –CMU - eingeführte, allgemeine Krankenversicherungsschutz (protection universelle maladie – PUMa), garantiert jeder Person, die

  • eine Erwerbstätigkeit ausführt,
  • sich seit mindestens 3 Monaten ständig und rechtmäßig in Frankreich aufhält (einschließlich Guadeloupe, Französisch-Guyana, Martinique, Sankt Barth und Sankt Martin)

auch bei einer Änderung ihrer beruflichen oder persönlichen Situation die Aufrechterhaltung des Anspruchs und somit die Kostenübernahme der Behandlungskosten (früher Sachleistungen genannt).

Um bei einer unter sechsmonatigen Arbeitsunfähigkeit im Krankheitsfall Anrecht auf Tagesgeld zu haben, muss der Versicherte in den letzten 3 Monaten vor der Krankschreibung mindestens 150 Stunden gearbeitet haben (oder in den letzten 6 Monaten Abgaben auf ein Entgelt, das insgesamt mindestens das 1015-fache des Stundenmindestlohns betrug, geleistet haben).

Dauert die Krankschreibung mehr als 6 Monate, muss der Versicherte in den letzten 12 Monaten vor der Krankschreibung mindestens 600 Stunden gearbeitet haben, oder Abgaben auf ein Entgelt, das insgesamt mindestens das 2030-fache des Stundenmindestlohns betrug, geleistet haben. Darüber hinaus ist das Anrecht auf Barleistungen an die Bedingung geknüpft, seit mindestens einem Jahr sozialversichert zu sein.

Auch nicht erwerbstätige Personen haben Anspruch auf Übernahme ihrer Behandlungskosten, wenn sie seit mindestens 3 Monaten ständig und rechtmäßig in Frankreich wohnen. Je nach Einkommensniveau, sind sie gegebenenfalls verpflichtet Beiträge zum allgemeinen Krankenversicherungsschutz protection universelle maladie (PUMa) in Höhe von 8 % zu leisten.

Verpflichtet einen Jahresbeitrag zu leisten sind Personen:

  • ohne Erwerbseinkommen oder deren in Frankreich erzieltes Erwerbseinkommen unter 10 % der Beitragsbemessungsgrenze (d.h. im Jahr 2018 unter 3.973 EURO) liegt

UND

  • deren Einkommen aus Kapitalanlagen und Vermögen (Erträge aus beweglichen und unbeweglichen Gütern, Mehrwert) 25 % über der Beitragsbemessungsgrenze (d.h. 2018 über 9.933 EURO) liegt.

Je nachdem, ob das Erwerbseinkommen unter 5% oder zwischen 5 und 10 % der Beitragsbemessungsgrenze liegt, fällt die Beitragsberechnung anders aus. Unterliegt der Betreffende innerhalb eines Jahres nur zeitweise dem allgemeinen Krankenversicherungsschutz (PUMa), wird ein Pro-rata Satz angewandt.

Die Krankenversicherung übernimmt die Kosten der Gesundheitsausgaben (Erstattung von medizinischen Unkosten) an den Versicherten selbst und seine minderjährigen Mitversicherten, Geldleistungen (Tagesgelder bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit) nur an den Versicherten selbst.

1 - Gesundheitskosten

Anwendungsgebiet

Die Krankenversicherungskarte "Carte Vitale"

Die Krankenversicherungskarte ist eine Chipkarte, welche den Anspruch auf Leistungen aus der Krankenversicherung bestätigt. Jeder Anspruchsberechtigte über 16 Jahre bekommt eine solche Karte ausgehändigt. Sie beinhaltet für die Krankenversicherung des Patienten zur Erstattung von Behandlungskosten wichtige Verwaltungsdaten. Sie enthält auch Daten, aufgrund welcher gegebenenfalls der Krankenversicherungsanteil der Kosten direkt übernommen werden kann. Somit hat der Patient die Möglichkeit für den Anteil der Kosten, der von der Krankenversicherung übernommen wird und gegebenenfalls auch für den Anteil der von der Zusatzkrankenversicherung übernommen wird, nicht in Vorleistung zu treten. Weiterhin besteht die Möglichkeit, auf Antrag der Eltern, für Kinder ab dem 12. Lebensjahr eine eigene Krankenversicherungskarte zu erhalten

Zu den Gesundheitskosten gehören Arztkosten und nichtärztliche Behandlungskosten sowie Kosten für Medikamente, prothetische und orthopädische Hilfsmittel und Krankenhausaufenthalte. Anrecht auf Sachleistungen hat der Versicherte selbst sowie seine Mitversicherten, die über keine eigene Versicherung verfügen.

Durch die Einführung am 1. Januar 2016 des allgemeinen Krankenversicherungsschutzes (protection universelle maladie – PUMA), fällt der Status des leistungsberechtigten Familienmitglieds für alle volljährigen Personen weg, ob diese nun einer Erwerbstätigkeit nachgehen oder nicht. Nur minderjährige Personen behalten den Status der leistungsberechtigten Person bei, wobei dieser jedoch spätestens zum 30. September des Jahres in dem das 18. Lebensjahr erreicht wird, wegfällt, ob sie nun weiterhin an bestimmten Schulen eingeschrieben sind oder nicht, sowie unter der Bedingung, dass keine Erwerbstätigkeit ausgeführt wird.

Minderjährige über 16 Jahre haben jedoch die Möglichkeit auf eigenen Namen versichert zu sein.

Umfang des Versicherungsschutzes:

a) Behandlungen ohne Krankenhausaufenthalt

Jeder Patient muss ab dem 16. Lebensjahr einen Hausarzt für sich bestimmen, der dann die Überweisung zur weiteren Behandlung übernimmt.

Der Hausarzt führt die Krankenakte und verschreibt die nötigen Zusatzuntersuchungen oder überweist den Patienten an einen anderen Arzt, eine Krankenhausabteilung oder einen Heilberufler (Krankengymnast, Krankenschwester…). Der Hausarzt kann praktischer Arzt oder auch Facharzt sein. Es besteht die Möglichkeit den Hausarzt zu wechseln. Dazu genügt es, eine neue Erklärung ausgefüllt und bei der zuständigen Krankenkasse abzugeben.

Die Behandlungskosten werden in normaler Höhe erstattet, wenn der Patient einen Hausarzt benannt hat, da er sich dann im koordinierten Gesundheitssystem befindet. Hat der Patient jedoch keinen Hausarzt benannt, oder wenn er direkt einen Facharzt aufsucht, bekommt einen niedrigeren Betrag erstattet und der von ihm zu tragende Eigenanteil ist höher, da er dem koordinierten Gesundheitssystem nicht gefolgt ist.

In bestimmten Fällen kann der Patient direkt einen anderen Arzt aufsuchen ohne vorher den Hausarzt aufzusuchen, und zwar bei einem Notfall, bei Abwesenheit des Hausarztes oder seiner Vertretung, sowie bei Abwesenheit vom Wohnort. Gynäkologen, Augenärzte und Psychiater können direkt aufgesucht werden, ohne zuerst beim Hausarzt vorzusprechen. Der jeweils aufgesuchte Arzt notiert auf dem Abrechnungsschein die anwendbare Art des Behandlungsfalls.

Normalerweise muss der Versicherte einen gewissen Anteil der Kosten selber tragen. Dies ist der Selbstbeitrag (ticket modérateur). In gewissen Fällen wird kein Selbstbetrag erhoben, so bei Schwangeren ab dem 6. Schwangerschaftsmonat und bei Kranken, deren Behandlung lange und teuer ist. Die Kosten für eine ärztliche Beratung werden im Rahmen des koordinierten Gesundheitssystems in Höhe von 70 % übernommen.

Der Selbstbeitrag fällt höher aus, wenn der Patient sich nicht im koordinierten System befindet.

Siehe auch die erstattungsfähigen Beträge auf der Homepage Ameli.fr

Außer dem Selbstbeitrag (ticket modérateur) gehen noch einige andere Leistungen zu Kosten des Patienten. Diese sind der Pauschalaufwand für aufwendige Leistungen, die 1-Euro-Selbstbeteiligung und der Selbstbehalt bei nichtärztlichen Leistungen.

  • Der Pauschalaufwand für aufwendige Leistungen: Bei besonders aufwendigen Leistungen mit einem Faktor von mehr als 60, deren Kosten sich auf 120 € und mehr belaufen, wird dem Patienten eine Selbstbeteiligung in Höhe von 18 € angerechnet. Es handelt sich dabei um von niedergelassenen Ärzten oder medizinischen Einrichtungen erbrachte Leistungen. Bestimmte Leistungen sind davon nicht betroffen, ebenso Personen, bei denen die Behandlungskosten aufgrund ihres Gesundheitszustands zu 100 % übernommen werden. [siebe b) Krankenhausaufenthalt].
  • 1-Euro-Selbstbeteiligung: es wird eine Selbstbeteiligung von einem Euro pro Arztbesuch bzw. ärztliche Leistung erhoben. Dies gilt auch für Röntgen- und Laboruntersuchungen. Diese Selbstbeteiligung, die pro Tag und pro Arzt oder Labor 4 € nicht übersteigen kann, beschränkt sich auf 50 € im Kalenderjahr.
  • Der Selbstbehalt bei nichtärztlichen medizinischen Leistungen: Seit dem 1. Januar 2008 gibt es auch für vom Fachpersonal des Gesundheitswesens erbrachte Behandlungen (außer in Krankenhäusern), sowie für Medikamente und Krankentransporte einen Selbstbehalt. Dieser Selbstbehalt beläuft sich auf 0,50 € pro Arzneiverpackung sowie für jede vom Fachpersonal des Gesundheitswesens erbrachte Leistung und auf 2 € für jeden Krankentransport. Der Selbstbehalt beschränkt sich auf 50 € pro Person und Jahr für alle Leistungen insgesamt. Pro Tag beschränkt er sich auf 2 € für vom Fachpersonal des Gesundheitswesens erbrachte Leistungen auf 4 € für Krankentransporte.

Von letzteren Maßnahmen sind Personen unter achtzehn, Schwangere ab dem 6. Schwangerschaftsmonat sowie die Pflichtmitglieder des Allgemeinen Zusatzkrankenschutzes (CMU complémentaire) befreit.

Es bestehen Vereinbarungen zwischen den Krankenversicherungsanstalten einerseits und den Ärzten und anderen medizinischen Berufen anderseits, deren Zweck es ist, zu gewährleisten, dass die Versicherten ihre tatsächlichen Unkosten (abzüglich der Selbstbeiträge) erstattet bekommen und die Krankenkassen Honorarforderungen nicht wahllos entgegennehmen müssen.

Die Höhe der Erstattung hängt von der Kategorie des jeweiligen Arztes ab.

  • Gruppe (secteur 1): Sie wenden die Vereinbarungen vollständig an und richten sich an die mit der Krankenkasse vereinbarten Vertragstarife. Im koordinierten Gesundheitssystem, werden die Behandlungskosten in Höhe von 70 % der mit der Krankenversicherung vereinbarten Tarife übernommen.
  • Gruppe (secteur 2): Sie legen ihre Honorare frei fest. Behandlungskosten, die über den tariflich vereinbarten Sätzen liegen, werden nicht erstattet.
  • der Kassenarzt hat sich bei der Unterzeichnung der Vereinbarung (option de pratique tarifaire maitrisée- OPTAM) verpflichtet seine Honorare in Grenzen zu halten. Behandlungskosten werden in gleichem Masse wie bei einem Arzt aus der 1. Gruppe erstattet, d.h. im koordinierten Gesundheitssystem in Höhe von 70 % der vereinbarten Tarife.

Außerdem haben die Ärzte die Möglichkeit, die Kassentarife zu überschreiten, falls der von Ihnen behandelte Patient nicht von seinem Hausarzt überwiesen wurde oder sich nicht im koordinierten Gesundheitssystem befindet.

Medikamente

Medikamente werden auf Verschreibung ausgehändigt. Die Kosten werden nur dann übernommen, wenn es sich um Arzneimittel handelt, die auf der Liste der zur Kostenübernahme berechtigenden Medikamente stehen. Bei gewissen Medikamenten richtet sich die Kostenübernahme pauschal nach den preisgünstigsten Generika. Der Höchst- bzw. Pauschalpreis ist auf der Arzneimittelverpackung angegeben.

Die Kostenübernahme schwankt zwischen 100 % und 15 % in Abhängigkeit vom anerkannten medizinischen Nutzen der Medikamente.

Direkte Kostenübernahme

Im Rahmen der direkten Kostenübernahme besteht für den Patienten die Möglichkeit nicht in Vorleistungen treten zu müssen. Seit dem 1. Januar 2017 ist diese Abrechnungsweise auf Schwangere und Patienten mit langen und schweren Krankheiten anwendbar. Somit braucht dieser Personenkreis beim Aufsuchen eines Heilberuflers die Kosten nicht mehr vorzustrecken. Sie werden direkt mit der Kranken- bzw. Mutterschaftsversicherung abgerechnet.

Der Apotheker hat die Möglichkeit unter Vorlage der Krankenversicherungskarte die Arzneikosten direkt abzurechnen (tiers payant). Somit hat der Patient ausschließlich den Anteil der Kosten zu zahlen, der von der Krankenversicherung nicht übernommen wird. Werden Generika angeboten, so hat der Patient keine Möglichkeit diese abzuweisen.

b) Krankenhausaufenthalt

Die Sozialversicherung beteiligt sich an den Kosten von Krankenhausaufenthalten der Versicherten und der Mitversicherten.

Dies betrifft sämtliche Leistungen, die vom Krankenhaus erbracht werden: Honorare der Ärzte und Chirurgen für die während des Krankenhausaufenthalts erbrachten Leistungen, Medikamente, Untersuchungen, Eingriffe usw..

Zusätzlich abgerechneter Komfortservice, wie Einzelzimmer, Telefon, Fernseher usw., wird von der Krankenversicherung nicht übernommen.

Krankenhauskosten werden bei Krankenhausaufenthalten in öffentlichen sowie in von Krankenkassen genehmigten privaten Krankenhäusern zu 80 % übernommen. Der Versicherte hat die restlichen 20 % der Krankenhauskosten zu übernehmen, plus einen Pauschalbetrag von 20 € pro Krankenhaustag.

In gewissen Fällen und bei bestimmten Versicherten werden ab dem 31. Tag die Kosten zu 100 % übernommen :

  • bei Schwangeren, die ab dem 4. Schwangerschaftsmonat stationär behandelt werden müssen;
  • bei Krankenhausbehandlung aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit;
  • bei Krankenhausbehandlung im Rahmen einer langen und schweren Krankheit;
  • Pflichtmitglieder des allgemeinen Zusatzkrankenschutzes (CMU complémentaire) oder der staatlichen ärztlichen Hilfe.

In derartigen Situationen zahlt der Versicherte einen Pauschalbetrag von 20 € pro Krankenhaustag (15 € im Falle von psychiatrischen Abteilungen). Die Selbstbeteiligung von 18 € wird im Übrigen bei besonders aufwendigen Leistungen, deren Kosten sich auf mindesten 120 € belaufen, nur einmal pro Krankenhausaufenthalt berechnet, auch wenn mehrere aufwendige Leistungen während des Aufenthalts erbracht werden. Bestimmte Personen können von der Zahlung des einem und/oder der beiden Pauschalbeträge befreit werden (Pflichtmitglieder des Allgemeinen Zusatzkrankenschutzes (CMU complémentaire), Personen, die unter einer schweren und langen Krankheit leiden, die einen Arbeitsunfall erlitten haben oder unter einer Berufskrankheit leiden sowie Schwangere ab dem 6. Schwangerschaftsmonat).

Vorsicht: Manche Einrichtungen können höhere Honorare fordern, die nicht von der Krankenkasse übernommen werden. Sie können sich auf der Webseite « Annuaire santé » über Tarife in den einzelnen Einrichtungen und übernommene Kosten informieren.

Bei der Aufnahme des Versicherten im Krankenhaus wird ein Antrag auf Kostenübernahme an die zuständige Kasse gesendet. Die Kasse bezahlt direkt an das Krankenhaus und der Versicherte muss nur die von ihm selbst zu leistenden Beiträge an das Krankenhaus zahlen, d.h.: Selbstbeitrag (ticket modérateur), Tagespauschale und Pauschalaufwand für aufwendige Leistungen.

c) Transportkosten

Transportkosten können übernommen werden, wenn eine ärztliche Verordnung vorliegt: Diese ärztliche Verordnung ist zur Kostenerstattung nötig, wenn der Transport:

  • im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts stattfindet, egal wie lange dieser dauert;
  • • im Rahmen einer schweren und langen Krankheit durchgeführt wird, falls der Versicherte gesundheitlich nicht imstande sich mit eigenen Mitteln zu bewegen;
  • im Zusammenhang eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit ausgeführt wird;
  • mit dem Krankenwagen stattfindet, falls dieser aufgrund des Gesundheitszustandes des Patienten liegend durchgeführt werden muss;
  • im Rahmen einer versicherungsrechtlichen Prüfung durchgeführt wird (Prüfung durch den medizinischen Dienst, durch einen medizinischen Gutachter, durch amtlich zugelassenen Fachhandel für medizinische Hilfsmittel).

Der vom Arzt verordnete Transport muss in folgenden Fällen vorher vom medizinischen Dienst der Krankenversicherung genehmigt werden, so bei:

  • langen Transportwegen, d. h. bei einer Hinfahrt von mehr als 150 km;
  • häufigen Transporten (mindestens vier Transporte für die gleiche Behandlung innerhalb eines Zeitraums von 2 Monaten bei einer Hinfahrt von mehr als 50 km);
  • Transporten von Kindern und Jugendlichen zu einer Einrichtung der Frühförderung (centre d'action médico-sociale précoce – CAMSP) und zu einem ambulanten medizinisch-psychologisch-pädagogischen Zentrum (centre médico-psycho-pédagogique – CMPP);
  • Transporten mit dem Flugzeug oder Schiff im regelmäßigen Flug- bzw. Schiffsverkehr.

Im Allgemeinen werden 65 % der Transportkosten ersetzt. Der Patient muss 35 % der Transportkosten selber tragen. Dazu kommt noch der Selbstbehalt von 2 € für jeden Transport (mit einer Obergrenze von 4 € für alle Transporte pro Tag und 50 € im Jahr).

  • Weitere Auskünfte unter folgender Adresse: site Ameli
Zusatzversicherungen

Um die Gesundheitsausgaben zu decken, die nicht von der Grundversicherung übernommen werden, können die Versicherten, die nicht über den Arbeitgeber über eine Zusatzversicherung verfügen, bei privaten Versicherungen, Versorgungsfonds, Versicherungen auf Gegenseitigkeit und ähnlichen Anstalten Zusatzversicherungen abschließen.

Der Allgemeine Zusatzkrankenschutz (CMU-C) dient dazu bei Personen, deren Einkommen unter der Höchstgrenze des Allgemeinen Zusatzkrankenschutzes liegt, die gesamte Höhe der Behandlungskosten zu übernehmen. Liegt deren Erwerbseinkommen bis zu 35% über diesem Höchstwert, wird eine Beitragshilfe zur Zusatzversicherung (assurance complémentaire santé - ACS) gewährt. Die Höhe dieser Beitragshilfe liegt zwischen 100 und 550 €, sie hängt vom Alter des Anspruchsberechtigten ab.

  • Weitere Auskünfte unter folgender Adresse: site cmu.fr.

2 - GELDLEISTUNGEN

a) Krankentagegeld

Das Krankentagegeld muss versteuert werden. Auch müssen davon

  • 0,5 % als Beitrag zur Abtragung der sozialen Schuld (CRDS), sowie
  • 6,2 % als allgemeiner Sozialbeitrag (CSG) abgeführt werden.

Krankschreibungen müssen ärztlich ausgestellt sein. Der Versicherte ist verpflichtet die Krankschreibung innerhalb von 48 Stunden an seine Krankenkasse zu überreichen. Anrecht auf Krankentagegeld besteht erst ab dem 4. Tag der Krankschreibung (entspricht 3 Karenztagen).

Das Krankentagegeld beträgt die Hälfte des durchschnittlich während der letzten 3 Monate erhaltenen Bruttotagesentgeltes. Bei einer saisonal begrenzten Beschäftigung oder einer Beschäftigung mit Unterbrechungen, werden die letzten 12 Monate herangezogen, bis zu einer Obergrenze, die bei dem 1,8-fachen des gesetzlichen Mindestlohns pro Monat liegt (entspricht zum 1. Januar 2018 2,697,24 EURO). Bei Versicherten mit 3 unterhaltspflichtigen Kindern beträgt das Tagegeld ab dem 31. Tag des Krankenhausaufenthalts 66% des Tagesentgeltes.

Tagegeld kann bei lang anhaltenden Krankheiten 3 Jahre lang kalendarisch für jede einzelne Krankheit bezahlt werden. Bei sonstigen Krankheiten werden höchstens 360 Tagegelder in einem Zeitraum von 3 Jahren ausgezahlt.

b) Tagesgeld zur Begleitung eines Menschen am Lebensende

Das Tagesgeld zur Begleitung eines Menschen am Lebensende unterliegt der Einkommenssteuer sowie dem allgemeinen Sozialbeitrag (CSG) und dem Beitrag zur Abtragung der sozialen Schuld (CRDS).

Diese Leistung gilt Menschen, die einen solidarischen Familienurlaub genommen haben oder einen solchen in Teilzeitarbeit umgewandelt haben, um sich eines Menschen an dessen Lebensende anzunehmen (Nachfahre, Vorfahre, Bruder oder Schwester, Vertrauensperson).

Wenn der Betroffene seine Tätigkeit vollständig einstellt, wird die Beihilfe für 21 Tage bezahlt und beläuft sich auf 55,93 € pro Tag. Verringert der Betroffene seine Tätigkeit auf Teilzeit, erhöht sich die Höchstzahl der bewilligten Tage auf 42, und der Betrag verringert sich auf die Hälfte (27,97 €).

  • Weiter Informationen dazu auf der Webseite: Ameli

MUTTER- UND VATERSCHAFTSLEISTUNGEN

Die Leistungen der Mutterschafts- und Vaterschaftsversicherung umfassen

  • die Sachkosten der Schwangerschaft und der Geburt,
  • Barleistungen des Schwangerschaftsurlaubs vor und nach der Geburt,
  • den Vaterschaftsurlaub,
  • den Adoptionsurlaub der Mutter und/oder des Vaters.

1 - GESUNDHEITSLEISTUNGEN

Bei Bestätigung der Schwangerschaft, übernimmt der Arzt oder die Hebamme die Meldung bei der Ortskrankenkasse spätestens vor dem Ende des 3. Schwangerschaftsmonats, damit die Schwangerschaftskosten aus der Schwangerschaftsversicherung schnellst möglichst übernommen werden können.

Der Rechtsanspruch auf die Leistungen unterliegt denselben Bedingungen wie bei den Krankheitsleistungen; der entscheidende Zeitpunkt ist der mutmaßliche Beginn der Schwangerschaft bzw. falls zu diesem Zeitpunkt kein Rechtsanspruch besteht, das Datum des Beginns des Schwangerschaftsurlaubs.

Die Mutterschaftsversicherung deckt zu 100 % die Kosten sämtlicher Pflichtuntersuchungen der Schwangerschaft. Ab dem 6. Schwangerschaftsmonats bis zum 12. Tag nach der Niederkunft werden außerdem sämtliche medizinischen Kosten zu 100 % übernommen, mit oder ohne Bezug auf die Schwangerschaft. Die Betroffenen sind von der 1-Euro-Selbstbeteilung und vom Selbstbehalt für Medikamente, nichtärztliche medizinische Leistungen und Krankentransporte befreit.

Ab dem 1. Januar 2017, werden die zu 100 % übernommenen Kosten der freipraktizierenden Heilberufler direkt mit der Schwangerschaftsversicherung abgerechnet. Somit muss die Versicherte nicht mehr in Vorleistung treten, denn die Krankenkasse rechnet die Beratung oder die ärztliche Leistung direkt mit dem Heilberufler ab.

2 - Mutter- und Vaterschaftsgeld

Voraussetzung für den Erhalt von Mutterschaftsgeld ist, dass jegliche entgoltene Tätigkeit eingestellt wird. Die Auszahlung erfolgt während der Schutzfristen vor und nach der Entbindung. Vaterschaftsgeld wird für Väter während ihres Vaterschaftsurlaubs gewährt. Außerdem gibt es das Adoptionsgeld, welches zwischen Vater und Mutter aufgeteilt werden kann. Um diese Leistungen in Anspruch nehmen zu können, muss der oder die Versicherte die allgemein geltenden Voraussetzungen der Krankenversicherung bezüglich Beitragszahlung oder Arbeitsstundenzahl erfüllen und außerdem über 10 Monate Versicherungszeit zum mutmaßlichen Zeitpunkt der Geburt bzw. der Ankunft des Kindes im elterlichen Haus verfügen.

Die Länge des Mutterschaftsurlaubes richtet sich nach der Anzahl der erwarteten sowie wie der bereits zu versorgenden Kinder.

Länge des Mutterschftsurlaubes
Situation e Länge der Schutzfrist vor der Entbindung Länge der Schutzfrist nach der Entbindung Gesamtlänge der Schutzfrist
1 erwartetes Kind und weniger als 2 zu versorgenden oder lebend geborene Kinder 6 Wochen 10 Wochen 16 Wochen
1 erwartetes Kind und bereits mindestens 2 tatsächlich zu regelmäßig versorgende Kinder 8 Wochen 18 Wochen 26 Wochen
Erwartete Zwillinge 12 Wochen 22 Wochen 34 Wochen
Erwartete Drillinge 24 Wochen 22 Wochen 46 Wochen
Mutterschafts- und Vaterschaftsgeld muss versteuert werden.

Bei einem pathologischen Schwangerschaftsverlauf, wird die Schutzfrist vor der Entbindung um 2 Wochen verlängert.

Mit Zustimmung des Arztes, kann die Arbeitnehmerin einen Teil der vor der Entbindung gelegenen der Schutzfrist auf die Zeit nach der Entbindung verlegen.

Bei Frühgeburten von über 6 Wochen vor dem errechneten Termin, wird die Dauer des Mutterschaftsurlaubs um die Anzahl der Tage zwischen der Geburt und den sechs Wochen vor dem errechneten Termin verlängert.

Die Dauer des Vaterschaftsurlaubs beläuft sich auf 11 aufeinander folgende Tage bzw. bei Zwillings- und Mehrfachgeburten auf 18 Tage.

Die Dauer des Adoptionsurlaubs beträgt 10 Wochen, bei Mehrfachadoptionen 22 Wochen. Erhöht sich durch die Adoption die Gesamtzahl der unterhaltsbedürftigen Kinder des Haushalts auf 3, beläuft sich die Dauer des Adoptionsurlaubs auf 18 Wochen. Wenn sowohl dem Vater als auch der Mutter Adoptionsurlaub zukommt und wenn sie die Dauer des Urlaubs unter sich aufteilen, verlängert sich die Urlaubszeit um 11 Tage, bzw. bei Mehrfachadoptionen um 18 Tage.

Die Höhe der Mutterschafts- Vaterschafts- und Adoptionsleistungen beläuft sich auf das durchschnittlich in den letzten drei Monaten vor dem Mutterschaftsurlaub erhaltene Entgelt, welches jedoch in einem Jahr die festgesetzte monatliche Höchstgrenze des Sozialversicherungssatzes nicht überschreiten kann (3.311 €, Stand 1. Januar 2018). Von diesem Bruttoentgelt werden Sozialversicherungs- und andere gesetzliche und tarifliche Arbeiternehmerabgaben abgezogen (Pauschalsatz von 21 %). Seit dem 1. Januar 2018 kann das Tagesgeld den Betrag von 85,99 € nicht überschreiten.

B - INVALIDITÄTSVERSICHERUNG

Leistungsträger :

Invaliditätsrenten werden von folgenden Stellen anerkannt:

  • von den örtlichen Krankenkasse – CPAM
  • in der überregionalen Krankenkasse der Region Ile de France – CRAMIF
  • von den allgemeinen Sozialversicherungskassen (der Überseedepartements)
  • der Sozialversicherungskasse in Mayotte

1 - Invaliditätsrente

Die Invaliditätsrente muss – bis auf die Zulage für Dritthilfe – versteuert werden. Auch müssen davon

  • 0,5 % als Beitrag zur Abtragung der sozialen Schuld (CRDS),
  • 8,3 % als allgemeiner Sozialbeitrag (CSG) und
  • 0,3 % als Solidaritätsbeitrag für Pflegebedürftige (CASA) abgeführt werden.

Die Invaliditätsversicherung ist eine Erweiterung der Krankenversicherung. Dem invaliden Versicherten wird eine Rente zum Ausgleich des Arbeitsentgeltverlustes, der ihm durch die Minderung seiner Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit entsteht, gewährt.
Eine Invaliditätsrente erhalten Sozialversicherte aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit privater Art, die nicht mehr erwerbsfähig sind und die

  • noch nicht das gesetzliche Ruhestandsalter erreicht haben (62 Jahre für die Geburtsjahrgänge ab 1955);
  • weniger als zweidrittel arbeitsfähig sind oder deren Einkommen sich um mindestens zweidrittel verringert hat;
  • zu Beginn der Arbeitsunterbrechung gefolgt von der Erwerbsminderung, mindestens 12 Monate angemeldet waren;
  • mindestens 600 Stunden* gearbeitet haben oder ein Entgelt, das mindestens dem 2,030-fachen Satz des gesetzlichen Stundenmindestlohnes entspricht, erhalten haben.
Rentenbestimmung

Je nach Ausmaß der verbleibenden Arbeitsfähigkeit wird zwischen 3 Gruppen von Invaliditätsrenten unterschieden:

  • Zur ersten Gruppe gehören Invalide, die noch in der Lage sind einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Die Rente entspricht in diesem Fall 30 % des mittleren Jahresentgelts*. Der monatliche Höchstbetrag beläuft sich auf 30 % der Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherung (993,30 €).
  • Zur zweiten Gruppe gehören Invalide, die keine berufliche Tätigkeit mehr ausüben können. Die Rente beläuft sich auf 50 % des mittleren Jahresentgelts. Der monatliche Höchstbetrag der Rente entspricht 50 % der Beitragsbemessungsgrenze der Sozialversicherung* (1.655,50 €).
  • Die dritte Gruppe umfasst Invaliden der 2. Gruppe, die darüber hinaus auf die Hilfe Dritter bei der Erfüllung der Aufgaben des täglichen Lebens angewiesen sind. Invaliden der 3. Gruppe erhalten zur Grundrente einen Zuschlag von 40 %. Dieser Jahreszuschlag kann einen Mindestbetrag, der jährlich zum 1. April festgesetzt wird, nicht unterschreiten. Der Jahreshöchstbetrag der Invaliditätsrente der 3. Kategorie beträgt 2.774,07 € (1.655,50 € + 1.118,57 €).

*Das mittlere Jahresentgelt entspricht den Entgelten, welche während der 10 besten Verdienstjahre auf das Rentenversicherungskonto des Versicherten übertragen werden (sozialversicherungspflichtige Arbeitsentgelte bis zur jährlichen Höchstgrenze des Sozialversicherungssatzes).

Mindestbetrag: In keinem Fall darf die Invaliditätsrente - gleich in welcher Gruppe - niedriger als ein bestimmter Mindestbetrag sein, der sich auf 285,61 € im Monat beläuft.

Der Anspruch auf eine Invaliditätsrente kann jederzeit aufgrund der veränderten Lebenssituation des Versicherten (veränderter Gesundheitszustand, der zu einer Änderung der Einstufung geführt hat, Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit oder Erreichen der Regelaltersgrenze) neu berechnet oder aufgehoben werden.

Invaliditätsrentner haben Anrecht auf die Sachleistungen aus der Kranken- und Mutterschaftsversicherung, die zu 100 % übernommen werden. Sie müssen jedoch die pauschalen Eigenbeteiligungen für ärztliche oder vom Fachpersonal des Gesundheitswesen erbrachte Leistungen, Arzneimittel und Krankentransporte begleichen, wobei die 18 € für aufwendigen Leistungen nicht zu leisten sind.

Wenn der Betroffene keine berufliche Tätigkeit ausübt, wird die Invaliditätsrente bei Eintritt des gesetzlichen Ruhestandsalters (62 Jahre für die Jahrgänge ab 1955) automatisch in eine Ruhestandsrente umgewandelt. Wer er eine berufliche Tätigkeit ausübt, muss er dahingegen seine Ruhestandsrente beantragen. Die Zahlung der Invaliditätsrente wird automatisch spätestens dann eingestellt, wenn er das Alter, das zum Erhalt der Rente zum vollen Satz berechtigt, erreicht hat, unabhängig von der Versicherungszeit (67 Jahre für die Jahrgänge ab 1955), bzw. vor diesem Alter, wenn er seine berufliche Tätigkeit einstellt.

2 - Witwen-/Witwer-Invaliditätsrente

Die Witwen-/Witwer-Invaliditätsrente kommt Invaliden zu, deren verstorbener Ehepartner oder Ehepartnerin eine Invaliditätsrente oder eine Altersrente bezog oder hätte beziehen können.

Diese Leistung erfolgt aus der Krankversicherung.

Um Anrecht auf diese Rente zu haben, muss der hinterbliebene Ehepartner jünger als 55 Jahre und dauerhaft invalid mit einer Einschränkung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit um 2/3 sein.

Die Witwen-/Witwer-Invaliditätsrente beläuft sich auf 54 % des Betrags der Rente, die der Verstorbene bezog oder hätte beziehen können.

Berechtigte mit mindestens 3 zu versorgenden Kindern erhalten auf diese Leistung einen Zuschlag von 10%.

Diese Rente kann nicht zusammen mit einer Hinterbliebenenrente geleistet werden.

Weitere Information finden sich auf folgender Webseite: Ameli

C - STERBEGELDVERSICHERUNG

Das Sterbegeld wird den Verwandten eines verstorbenen Versicherten von der Ortskrankenkasse ausgezahlt. Es wird von den Ortskrankenkassen (CPAM, bzw. CGSS in den französischen Überseegebieten) geleistet.

Das Sterbegeld steht vorrangig denjenigen zu, die zum Zeitpunkt des Todes tatsächlich, vollständig und durchgehend vom Versicherten unterhalten wurden. Trifft dies auf mehrere Personen zu, gilt folgende Rangfolge:

  • nicht gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebender Ehepartner oder Partner eines zivilen Solidaritätspakts (offizielle Lebensgemeinschaft),
  • ehelich, uneheliche, adoptierte und oder aufgenommene Kinder
  • Verwandte in aufsteigender Linie.

Das Sterbegeld setzt voraus, dass der Versicherte in den letzten 3 Monaten vor seinem Tod eine der folgenden Voraussetzungen erfüllte:

  • eine Lohntätigkeit ausgeübt hatte,
  • Arbeitslosengeld erhielt,
  • weiter fortlaufende Versicherungsrechte hatte,
  • eine Tätigkeit ausübte, die mit einer Lohntätigkeit vergleichbar war,
  • eine Invaliditätsrente bezog,
  • eine Arbeitsunfallrente von mindestens oder über 66,66 % bezog.

Im nach dem 31.12.2014 eintretenden Sterbefall entspricht das Sterbegeld einem Pauschalbetrag der jährlich angepasst wird. Ab dem 01. April 2018 beträgt dieser 3.450 €.

Vom Sterbegeld werden der Allgemeine Sozialbeitrag (CSG) noch der Beitrag zur Abtragung der Sozialversicherungsschulden (CRDS), noch Sozialbeiträge, noch Erbschaftssteuern abgezogen.

Weitere Information finden sich auf der Webseite: Ameli